Masken

Die meisten Menschen haben Tausende Gesichter. Masken, die sie tragen um in der Gesellschaft zurecht zu kommen. 



Steve Hogarth - Marillion - Man of a thousand Face… - MyVideo



Auf der Arbeit sind sie - leistungsorientiert, gesellig, fleißig, adäquat gekleidet, Autoritätshörig, zielstrebig usw.


Unter Freunden sind sie - lustig, ehrlich, aufgeschlossen, zuverlässig, spontan usw.


Im Kreise der Familie sind sie - liebevoll, beschützend, autoritär, verzeihend, geduldig usw.


Menschen passen sich den gegeben Umständen an, setzen Masken auf, um weniger auffällig zu sein. Passen sich an, um dazu zu gehören, um akzeptiert zu werden. Viele vergessen aber über all diese Masken, wer sie wirklich sind - oder einmal waren. 
Es fängt oft schon in frühster Kindheit an, Kinder werden nicht erzogen, sondern dressiert. Tu dies nicht, lass das sein... so etwas macht "man" nicht. Im laufe unserer Entwicklung werden die Verhaltensmuster der nächsten Umgebung von uns adaptiert und so zur Definition unseres Selbst. Die Frage, wer bin ich, erübrigt sich in Anbetracht der Masken die wir stolz tragen. Wir glauben zu wissen wie man sich wann verhält, weil wir es so "gelernt" haben. 


Nichts haben wir gelernt! Wir haben Verhalten imitiert. Haben die Lügen anderer als ein Teil unseres Wesens in Anspruch genommen. 


Es ist an der Zeit Dich selbst kennen zu lernen, Dich von deiner Prägung zu befreien und der Mensch zu werden der Du wirklich bist! Kein Abziehbild deiner Eltern, kein Clown der sich in der Manege zum Affen macht! DU bist einzigartig! 


Lass los! Stell Dich vor den Spiegel und frage Dich "Wer bin ich?!". Keine Angst, es wird nicht gleich deine ganze Welt zusammenbrechen, aber es wird nach und nach dein Leben, dein Wesen, verändern. Arbeite an Dir, lerne DEIN Leben zu leben.


Wenn du anfängst nicht mehr mit der Masse zu schwimmen, wird dein Umfeld vermutlich etwas - um es milde auszudrücken - irritiert sein. Aber um es mit einem Zitat zu sagen.


„Wir brauchen dringend einige Verrückte. Guckt euch an, wo uns die Normalen hingebracht haben.“
                                               George Bernard Shaw (1856-1950), ir. Schriftsteller 






Kommentare:

seaofmoney hat gesagt…

yep! je weniger masken man glaubt, tragen zu müssen, desto weniger rollen nuss man spielen, desto authentischer ist man und desto mehr energie wird frei.
dauert halt n'weilchen, bis man sich zu fragen beginnt, was eigentlich so erstrebenswert daran ist, "normal" zu sein....

Ralph Morus hat gesagt…

Ja, und die Antwort ist dann meist ernüchternd ;)

Judith Weber hat gesagt…

Maske = Persona (lat.)

nicht unbedingt sind die dargestellten Charakteristiken Masken.
Und ... was ist normal, bzw. nicht? Was ist real, das traurige oder das lachende Gesicht? Was ist echt und unecht? Wer bewertet das - und nach welchem Maßstab?

Lieber Ralph, grundsätzlich gefällt mir dein Artikel, allerdings verstehe ich den Zusammenhang von Masken / Rollenspiel / Normal sein nicht.
Wenn ichs jetzt nochmal lese, trenn ich den Artikel einfach in zwei Teile, dann stehen die Themen für sich und verwirren meine Gedanken nicht mehr ;)

Essma hat gesagt…

das bedeuted: sich selbst treu zu sein! Und ja, ich war und bin mir untreu um anderen gerecht zu werden, um gut "da zu stehen"...und verfehle dadurch den Weg zu mir selbst immer mehr und immer wieder. Ist der Preis für Authentizität nicht etwa zu hoch? Oder doch die Erleuchtung? Oder bin ich doch authentisch, weil ich mich noch nie mit der Gesellschaft hab identifizieren können?

Ralph Morus hat gesagt…

Liebe Judith,
ob die dargestellten Charakteristiken nun Masken sind oder nicht, sei dahin gestellt.
Ich nenne es Masken um zu verdeutlichen, dass diese Verhaltensweisen nicht unserem innerern entsprechen.
Ja, es ist so wie Essma sagt, es geht um Authentizität. Es geht darum sich von dem zu befreien was als normal definiert wird unabhängig davon ob es Normalität gibt oder nicht, die Gesellschaft hat in meinen Augen ein sehr klares Bild von Normalität.
Um deine Frage zu beantworten, der Bewertungsmaßstab richtet sich immer nach dem Erleber, nicht nach dem Erlebten. Ich bin es der das bewertet was ich als Realität wahrnehme. Wenn ich mich darauf einlasse.