Tagebuch eines Verrückten 1

#WTF

In unserer Gesellschaft läuft irgendwas falsch. Ich meine nehmen wir mal die Arbeitswelt. Das fängt ja bei den Bezeichnungen schon an.

Arbeitgeber:
Arbeit-Geber, ist ja grundsätzlich schon mal scheiße. Als wenn ich nicht genug zu tun hätte. Da kommt jemand und gibt mir noch mehr Arbeit.

Arbeitnehmer:
Arbeit Nehmer? Wie jetzt? Ich nehme mir keine Arbeit. Ich bekomme gesagt was ich zu tun habe und habe das auch genau so zu tun wie es mir gesagt wird. Was ich mir nehme ist vielleicht ab und zu mal ne Pause, oder hier und da mal ne Büroklammer, aber Arbeit? Ne, den Teufel werd ich tun. Ich bin doch nich bescheuert.

Vorgesetzter:
Da erdreistet sich doch tatsächlich jemand und setzt sich ungefragt vor mich. Naja, um so besser, in der Schule hab ich auch immer lieber hinten gesessen, da fiel es nicht so auf, wenn man mit anderen Dingen als mit dem Unterricht beschäftigt war.
Aber der, der da jetzt vor mir sitzt ist nicht mein (unfreiwilliger) Pausenbrot Spender, nein der meint mir tatsächlich sagen zu können wie ich meinen Job zu machen hab.
Einen Job wohlgemerkt den sie selbst noch nie ausgeführt hat. Man merkt schon, mein Vorgesetzter ist eine Vorgesetzte. Ich bin Koch, sie ist die Leiterin des Kindergartens in dem ich koche und verbringt in der Regel ca. 2,5 min. Täglich in der Küche.
Aber komischerweise weiß sie viel besser wie alles geht. Das ist seltsam. Und wenn ich etwas nicht genau so mache wie es mir gesagt wird, mache ich es falsch. Auch wenn es schneller geht und viel entspannter, ich mache es falsch.


Generell ist Entspanntheit ein Zustand, den man auf der Arbeit meiden sollte wie der Teufel das Weihwasser. Weder der Chef noch der Vorgesetzte sehen ihre Untergebenen gerne entspannt. Wer möglichst gehetzt und gestresst wirkt, und dabei noch extrem angespannt schaut, steigt schneller in der Hierarchie auf als Felix Baumgartner fällt. 

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